Anna Lehmann gestaltete als Architektin Räume, plante Projekte und baute sich in Winterthur ein Leben fernab ihres thurgauischen Heimatdorfes Lanterswil auf. Doch als die Zukunft des familieneigenen Bäckereibetriebs auf dem Spiel stand, entschied sie sich, zurückzukehren in eine altbekannte neue Welt: «Am Anfang habe ich das Wort ‹Chefin› nicht einmal benutzt. Erst nach fünf Jahren konnte ich es benutzen.»
Statt sofort Veränderungen durchzusetzen, nimmt sie sich Zeit, zuzuhören und zu verstehen: «Ein paar Jahre schaute ich nur, wie es lief und beobachtete es. Erst nach einer Weile veränderten wir Dinge.»
Im Gespräch mit Katerina Mistakidis erzählt sie, wie sie «ihren» Bio-Beck Lehmann mit einer Haltung führen, die sie aus ihrem ersten Beruf mitbringt: «Die Aufgaben als Architektin und als Chefin einer Bäckerei sind gar nicht so verschieden.» In beiden Welten gehe es darum, Handwerk, Menschen und Bedürfnisse zusammenzubringen. Und so führt der Weg nach Hause manchmal genau dorthin, von wo man zuerst weg wollte…
Wie aus einer Architektin eine Bäckerei-Unternehmerin wird, warum Führung für sie zunächst ungewohnt ist und was sie auf diesem Weg über sich selbst lernt, darüber spricht Anna Lehmann in unserer neusten Podcastfolge von «berta&gamma».
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